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Es werden hier nur die wichtigesten Punkte aufgelistet. Die ausführliche Chronik können Sie als PDF-File downloaden.
1911
Mit dem Bahnbau der ST wird begonnen.
1912
Am 23. November wird die ST in Triengen feierlich eingeweiht. Für den Betrieb stehen zwei zweiachsige Tenderloks der Firma Henschel sowie drei Personen-, ein Gepäck/Post- und acht Güterwagen zur Verfügung.

1918
Die Verteuerung der Kohle während des Ersten Weltkrieges zwingt die ST, nach einem wirtschaftlicheren Fahrzeug Ausschau zu halten. Für Fr. 92100.70 kauft sie bei der SLM den weit und breit einmaligen Dampftriebwagen FZm 1/2 11 mit querliegendem Dampfkessel und Gepäck- und Postabteil, welcher den Kohleverbrauch um die Hälfte reduziert.

1945
Der Busbetrieb Triengen–Schöftland wird eingeführt.
1965
Am 1. April nimmt die ST mit der neuen Em 2/2 1 und drei neu hinzugekauften Personenwagen den Dieselbetrieb auf.

1971
Am 25. September wird auf Veranlassung des Bundes und im Einvernehmen mit den beiden Kantonen Luzern und Aargau, aber gegen den Willen des Surentals der Personen- und Postverkehr auf der ST durch den versuchsweisen Busbetrieb Sursee–Schöftland ersetzt. Die aufgebrachten Gegner drohen mit Attentaten.
1976
Die ST schafft aufgrund des gestiegenen Güteraufkommens die Em 2/2 2 (Tm IV) an und übernimmt die Wagenzustellung ins Industriegebiet Münchrüti, Sursee.

1987
Die ST feiert ihr 75-Jahr-Jubiläum als dynamische Hochzeitsfahrten- und Güterbahn und kauft sich als Geschenk bei den SBB einen Dreiachser-Gepäckwagen und einen Vierachser-Personenwagen mit Erst- und Zweitklassabteil. Der "Tigerli-Club" revidiert die Dreiachser der ST an Laufwerk, Untergestell und Bremseinrichtung und schmückt sie mit einem weinroten Neuanstrich.
1990
Die Em 2/2 1 "Lisi" kehrt von der Revision des Dieselmotors in Herisau mit verkehrsrotem Aussenanstrich zurück. Die Bahnübergänge Geuensee und Büron werden saniert. In Büron erstrahlt das Stationsgebäude nach einer Renovation in neuem Glanz. Die ST ist Gastaussteller an der Surentaler Gewerbeausstellung (Suga) in Triengen. Mit 141'542 Gütertonnen und 104 Gesellschaftsfahrten erlebt die ST ein Rekordjahr.
1995
Der SBB-"Kolibri"-Pendelzug RBDe 560 111-7 wird mit der E 3/3 8522 von Sursee nach Triengen überführt, wo er auf den Namen "Triengen" getauft wird. die Pantex Stahl AG und die ST feiern gemeinsam die zweimillionste Tonne Stahl, die in Form von Walzdrahtrollen nach Büron transportiert wurde.
1999
Die Gönnerfahrt der Betriebsgruppe 13302 des Modelleisenbahnclubs Horgen führt mit einer vom "Krokodil" Be 6/8 III 13302 gezogenen Komposition nach Sursee. Südostbahn-Wagen werden anschliessend von der E 3/3 5 nach Triengen weiterbefördert. Mit dem Einbau der Abzweigungsweiche wird das neue Industriegleis Hammerwald (Industriegebiet Nord, Sursee) ans Streckengleis der ST angeschlossen. Das gesamte historische Wagenmaterial wird für eine Gesellschaftsfahrt auf der SBB-Strecke Dagmersellen–Luzern eingesetzt, gezogen von der Ec 4/5 11 der Solothurn–Moutier-Bahn (SMB).
2000
Seit Februar komplettiert ein ausrangierter SBB-Unterkunftswagen - besser bekannt unter der Bezeichnung "Rottenküchenwagen" – den historischen Wagenpark der ST. Das von den Surseer Bahnhoffesten bekannte "Grotto Ticinese" kann von Gruppen bis 24 Personen als Speisewagen mit funktionstüchtiger Küche in Anspruch genommen werden.
Am 6. Mai machte die einzige noch existierende Vertreterin der berühmten Siebenhunderterserie der SBB, die A 3/5 705 mit Baujahr 1904, auf einer Rundfahrt der "Steam Adventure Tours" von Zürich über Basel, Luzern und Arth-Goldau zurück nach Zürich mit sieben historischen Wagen am Haken einen Abstecher ins Surental. Es war das erste Mal, dass eine Dampflokomotive dieser Grösse der ST einen Besuch abstattete. Die E 3/3 8522 leistete ihr dabei als Schiebelok Unterstützung.
Am 1. Juni übernahm SBB Cargo die Abwicklung des ST-Güterverkehrs. Zu diesem Zweck trat ein Betriebsvertrag in Kraft, welcher die finanzielle Entschädigung der ST als Infrastruktureignerin sowie die "Ausleihe" von 1,5 der noch verbliebenen zwei Vollzeitstellen der ST (ohne Betriebsleitung) und die Vermietung der Em 2/2 Nr. 2 (Tm IV) an SBB Cargo regelt.
Im November wurde die E 3/3 5 durch eine Re 4/4 II der SBB von Sursee nach Luzern überführt. Im dortigen Lokdepot wurde die Maschine am 7. Dezember von den Radsätzen gehoben. Diese gelangten danach ins SBB-Industriewerk Biel zur Aufarbeitung. Derweil nahmen Mitglieder des "Tigerli-Clubs" am Fahrwerk der Lok eine gründliche Revision vor. Nach der Fahrwerksrevision, die bis Mitte 2001 dauert, wird die Lok mit einem Neuanstrich (schwarz mit olivegrünem Führerhaus) den Dienst im Surental wieder aufnehmen.
2001
25’000 Interessierte besuchten am 3. Februar das Luzerner Bahnhoffest, mit welchem das zehnjährige Bestehen des neuen Bahnhofs gefeiert und auf den Brand seines Vorgängers vor 30 Jahren zurückgeblickt wurde. Mit dabei war auch die ST. Der "Tigerli-Club" führte einen Info-Stand mit Souvenirverkauf und sorgte im ST-Grottowagen, der im Brünigdepot stand, für das leibliche Wohl. Auch die Gelegenheit, im Lokdepot den Mitgliedern des "Tigerli-Clubs" bei den Revisionsarbeiten an der Dampflok E 3/3 5 über die Schultern zu schauen, wurde rege benützt.
Am 3. Oktober fand die Abnahme des 209 Meter langen und über zwei Weichen an das ST-Streckengleis angeschlossenen Anschlussgleises für das Zentrallager der Detailhandelskette Otto’s auf der Surseer Wassermatte statt. Otto’s investierte in den von den Firmen Sustra und Meier + Jäggi erstellten Gleisanschluss 346’000 Franken. Es werden bis zu vier Wagenladungen pro Werktag erwartet, was 7500 Tonnen entspricht.
Eine Komposition wie in den Sechzigerjahren, als auf der ST noch fahrplanmässiger Personenverkehr herrschte, war am 1. Dezember für den ZfW der Dampfbahn Furka-Bergstrecke zwischen Sursee und Triengen sowie im Industriegebiet Münchrüti unterwegs. Der "Gemischte Personenzug (GmP)" bestand aus den dreiachsigen Personen- und Gepäckwagen sowie dem K2-Güterwagen und wurde vom "Tigerli" E 3/3 8522 gezogen.
2002
Zufriedene Stimmung herrschte am 6. April an Bord der blauen Komposition: Nach gut anderthalb Jahren revisionsbedingter Abwesenheit kehrte die ältere Dampflok, die E 3/3 5, wieder auf ihre angestammte Strecke zurück. Im Salonwagen stiessen die Mitglieder des "Tigerli-Clubs" und eine Delegation des ST-Verwaltungsrates auf die gelungene Überholung der Lok an.
Vom 12. bis zum 14. April fand in Triengen nach einem Unterbruch von vier Jahren wieder die Surentaler Gewerbeausstellung (Suga) statt. Wie schon 1990 war auch die ST mit einem Stand vertreten. Dieser war ein voller Erfolg, konnten doch viele Sympathien und Anregungen gewonnen werden, wie das Dampfangebot noch attraktiver gemacht werden kann.
Da die blauen Vierachser öfter von Gesellschaften gebucht werden als die rote Komposition, entschlossen sich ST-Betriebsleitung und "Tigerli-Club", diese beiden Wagen zuerst zu revidieren. Unter den Arbeiten, die hauptsächlich im November/Dezember erfolgten, gaben das Flicken von Rostlöchern am Wagenkasten und der Einbau der Dampfheizung besonders viel zu tun.
2003
Die blaue Komposition mit dem Salonwagen konnte am 10. Mai 2003 fertig revidiert wieder in Betrieb genommen werden. Die Wagen präsentieren sich als wahre Bijoux und finden allenthalben Anerkennung.
Ende Mai 2003 wurde der erste von zwei Güterwagen vom Typ Hbbillns mit rotem Anstrich und dem markanten Otto’s-Firmenlogo in Betrieb genommen. Im Rahmen eines Pilotprojektes pendelt er zwischen dem Surseer Zentrallager und sämtlichen Walliser Filialen der Detailhandelskette. Otto’s will künftig auch andere Destinationen im Filialnetz auf der Schiene beliefern. Anfänglich wurden auf dem firmeneigenen Anschlussgleis drei bis acht Wagen pro Tag beladen.
2004
Noch nie legten die fünf Dampfzugwagen der ST eine derart grosse Strecke an einem Stück zurück wie am Samstag, 8. Mai. Im Auftrag der Gemeinde Risch/Rotkreuz unternahmen sie eine Publikumsfahrt rund um den Zugersee. Für die Überführungen sowie die Teilstrecken Arth-Goldau–Walchwil– Zug–Sihlbrugg und Sihlbrugg–Zug kam der Triebwagen BDe 4/4 641 der OeBB zum Einsatz, derweil dem Zug zwischen Rotkreuz und Arth-Goldau sowie zwischen Zug und Rotkreuz das "Tigerli" E 3/3 Nr. 6 der Papierfabrik Perlen vorgespannt wurde. Lokpersonal, Zugbegleitung und technische Betreuung rekrutierten sich aus Mitgliedern des Dampfbahnvereins Surental (DVS). Die historischen ST-Wagen meisterten die rund sechsstündige, 255 Kilometer umfassende Reise klaglos.
Am 3. Juni stand die Region Sempachersee im Mittelpunkt der von Sven Epiney moderierten SF-DRS-Sendung "Fensterplatz". Dabei hatte auch der rote ST-Zug einen dreiminütigen Auftritt, während dem die Surseer Gruppe "Planxty Irwin" im Clubwagen auftrat.
Am 17. Dezember konnte die neue Chommlibachstrasse eröffnet werden. Da diese über das ST-Gleis führt, wurde für rund 300’000 Franken ein funkferngesteuerter Bahnübergang erstellt. Dieser befindet sich direkt auf der neuen kombinierten Bahn- und Strassenbrücke über den Chommlibach, für welche das vorfabrizierte Bahnbrücken-Betonelement am 17. September mit einem Pneukran ins Bachbett gesetzt wurde. Während der Bauarbeiten war die Strecke für jeglichen Güter- und Personenverkehr gesperrt. Zwei Dampfzüge verkehrten von Triengen bis zum Chommlibach. Nebst zwei Barrieren wurde der neue Übergang mit roten Drehblinklichtern ausgerüstet. Da das Bundesamt für Verkehr einen Teil der Anlage, die klaglos funktioniert, noch nicht abgenommen hatte, mussten die Züge den Übergang vorerst mit Fahrt auf Sicht passieren.
Am 18. Dezember wurde der historische dreiachsige Postwagen Z3i 424 (Baujahr 1908) von Winterthur über Zürich Seebach–Lenzburg–Zofingen–Sursee nach Triengen überführt. Die von Mitgliedern des Dampfbahnvereins Surental (DVS) vorbereitete und durchgeführte, von der Frima RailEventAG unter der Eisenbahnverkehrsunternehmung Eurovapor organisierte und von Fachpersonal der Steam Locomotive and Machine Works GmbH begleitete Überführung wickelte sich ohne jegliche Komplikationen ab. Der Postwagen mit seinen charakteristischen Oberlichtern ist einer von zwei letzten Vertretern seiner Serie. Der Eigentümer Peter Hemmig vom Verein Classic Rail stellt das Fahrzeug als Dauerleihgabe dem DVS zur Verfügung, welcher es frühestens bis 2008 (100-Jahr-Jubiläum des Postwagens) und spätestens bis 2012 (100. Geburtstag der ST) betriebsfähig aufarbeiten will. Es ist geplant, die erhalten gebliebene Briefposteinrichtung originalgetreu zu restaurieren und darin ein kleines Museum einzurichten sowie im Paketabteil eine Bar einzubauen. Ein baugleiches Fahrzeug war übrigens von 1965 bis zu seiner Verschrottung 1972 auf der ST im Einsatz.

2005
Am 27. August und 1. Oktober fuhr die E 3/3 Nr. 5 mit der roten Komposition für einen Reiseveranstalter auf der SBB-Strecke nach Luzern. Diese unter der EVU Eurovapor, mit organisatorischer Unterstützung durch Railevent und mit Personal des Dampfbahnvereins Surental durchgeführten Fahrten verliefen ohne Probleme.
Nach erfolgreichem Abschluss der Revision an der Draisine Dm 3652 fand am 29. Oktober deren zweite Jungfernfahrt statt. Es ist vorgesehen, dieses historisch wertvolle Fahrzeug, das sich im Eigentum des "Teams 3652" befindet, für Kleingruppen auf der ST kommerziell einzusetzen.
Schon seit einiger Zeit ist die zweite Dampflok E 3/3 Nr. 8522 wegen schadhaften Dampfkessels stillgelegt. Die ST kaufte zum Preis von 80¹000 Franken von der Oensingen-Balsthal-Bahn einen Ersatzkessel, der von einem ehemaligen Von-Moos-"Tigerli" stammt. Dieser Kessel wurde von der Dampfgruppe Balsthal vorerst in Olten zur Ausführung von Vorbereitungsarbeiten zwischengelagert. Am 23. November wurde mit der Em 2/2 Nr. 1 «Lisi» die E 3/3 Nr. 8522 in Begleitung der Draisine Dm 3652 nach Büron gefahren. Dort genügte bei der ehemaligen Pantex ein Portalkran, um zuerst das Führerhaus und dann den rund acht Tonnen schweren ursprünglichen Kessel vom Rahmen abzuheben. Mit dem "Lisi", dem Fahrwerk der Dampflok und dem Kessel auf dem Dienstwagen sowie der Dm 3652 mit dem Führerhaus auf Diplorys ging es dann zurück nach Triengen.
2006
Am 20. und 21. Mai 2006 war der Dampfbahnverein Surental anlässlich der Büroner Gewerbeausstellung mit einem Stand beim dortigen Bahnhof präsent. Dabei konnte er die frisch revidierte Draisine vorführen und – zur grossen Freude vor allem der Kinder – eine Modellbahn mit zwei "Tigerli" fahren lassen.
Seit dem 29. Mai 2006 übernimmt eine Lokomotive des Typs Am 843 der SBB Cargo die Wagenzustellung auf der ST.
Am 31. Mai 2006 wurde der neue Kessel für die E 3/3 8522 angeliefert und sogleich auf das Fahrwerk der Dampflok gesetzt. Er war von der Dampfgruppe der Oensingen–Balsthal-Bahn aufgearbeitet worden. Der alte Kessel (rechts) wurde im Tausch nach Balsthal gebracht.

Am 17. Juni 2006 feierte die SBB das Streckenjubiläum 150 Jahre Aarau–Emmenbrücke. Aus diesem Grund verkehrte für die geladenen Gäste ein von der Centralbahn-Ed 2x2/2 196 gezogener Jubiläumszug. Bei der Rückfahrt der historischen Komposition kam es am Abend in Sursee zu einem Zusammentreffen mit der ST-E 3/3 5 und der blauen Komposition, welche an diesem Tag ebenfalls eine Gesellschaftsfahrt durchführte.

2007
Am 31. Januar fuhr ein Fahrzeuglenker mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Nebenstrasse von Wilihof Richtung Triengen. In der Rechtskurve beim Bahnübergang in Triengen geriet der Wagen auf die linke Strassenseite und prallte vorerst frontal gegen den Betonsockel der Wechselblinkanlage und danach gegen die hochgestellte Barriere. Dabei wurde der Lenker mittelschwer verletzt. An den Einrichtungen der ST entstand ein Sachschaden von rund 30’000 Franken.
Am 2. April entgleiste beim Bahnhof Büron ein Güterzug der SBB Cargo. Die geschobene Komposition mit drei Wagen fuhr von Sursee in Richtung Büron. Auf der Einfahrweiche entgleisten die vorderen zwei Wagen und kamen auf beziehungsweise nach dem Bahnübergang, auf dem Gleiskörper stehend zum Stillstand. Wegen der aufwendigen Aufgleisungsarbeiten – neben einer Hilfswagen-Equipe der SBB kam auch ein grosser Pneukran zum Einsatz – musste der Strassenverkehr zwischen Büron und Knutwil durch die Feuerwehr Büron-Schlierbach während rund sieben Stunden örtlich umgeleitet werden. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Der Sachschaden belief sich auf rund 120’000 Franken.
Am 24. Mai kam es bei Büron zu einer massiven Kollision zwischen einem Rangierzug und einem Landwirtschaftstraktor mit angekoppeltem Druckfass. Ein leerer Wagen entgleiste mit dem vorderen Drehgestell ganz und mit dem hinteren Drehgestell mit einer Achse. Dabei wurde das Gleis auf einer Länge von 30 Metern total beschädigt. Bei diesem Vorfall wurde niemand verletzt, hingegen entstand Sachschaden in der Höhe von rund 25’000 Franken.
Am Morgen des 21. Juni wütete in der Zentralschweiz ein heftiges Gewitter mit örtlichem Hagel. Auch betroffen von diesem Gewittersturm war die ST, knickte doch der starke Wind sogar eine 200-jährige Eiche zwischen Büron und Geuensee um, wodurch der Schienenverkehr bis in den Nachmittag hinein blockiert war. Personen oder Material kamen nicht zu Schaden.
An der Generalversammlung vom 21.Juni gab Theo Fischer (rechts) das ST-Verwaltungsratspräsidium an Walter Niklaus ab. Für seine Verdienste während der letzten 36 Jahre wurde Fischer zum Ehrenpräsidenten ernannt.
Die enormen Regenfälle vom 8. auf den 9. August führten auch im Surental zu grossen Überschwemmungen. Einmal mehr wurde auch das Trassee der ST bei der Station Geuensee in Mitleidenschaft gezogen, da an dieser Stelle der Dorfbach aus seinem Bett trat.
Zum 100-jährigen Jubiläum der Dampflok 5 veranstaltete der Dampfbahnverein Surental am Wochenende vom 22./23. September in Triengen ein noch nie da gewesenes Dampfspektakel. Rund 4000 Personen liessen sich die besondere Atmosphäre des «Tigerli-Festivals» nicht entgehen. Für besonderes Aufsehen sorgten die gemeinsame Überfuhr der sechs teilnehmenden Dampfloks am 21. September und der Besuch des Dampftriebwagens von SBB Historic am 23. September.
Auf Wunsch des Kantons Luzern gab die ST die Konzession der Buslinie Sursee–Schöftland, die sie seit 1975 innehatte, per Ende 2007 an Postauto Region Zentralschweiz ab. Diese löste somit auch Postauto Region Nordschweiz (Aarau) als Betreiberin der Linie ab.
2008
Im Februar beherbergte die Remise der ST gegenüber dem Bahnhof Triengen die grösste Dampflok in ihrer 96-jährigen Geschichte. Die normalerweise in Burgdorf stationierte Ec 4/5 Nr. 11 der ehemaligen Solothurn–Münster-Bahn, die heute unter der Obhut des Vereins Dampfbahn Bern steht, führte einen Extrazug mit englischen Bahnfans von Thun nach Luzern. Anschliessend fuhr sie ohne Halt bis Sursee und von dort durchs Surental nach Triengen, wo sie fast eine Woche lang Gastrecht genoss.

Am 5. April machte ein BLS-Extrazug für englische Bahnfreunde auch einen Abstecher nach Triengen. Speziell an dieser Fahrt war, dass die beiden Elektroloks am Zug belassen wurden und von den beiden Dieseltriebfahrzeugen der ST nach Triengen mitgeschleppt wurden.
Am 18. Mai führte der DVS zum ersten Mal und mit grossem Erfolg eine Brunchfahrt mit Buffet im Restaurant Muracher, Büron, durch.
Ihren ersten grossen Einsatz nach dem erfolgreich abgeschlossenen Kesselersatz leistete die E 3/3 8522 am ersten Septemberwochenende anlässlich des Jubiläums «125 Jahre Seetalbahn». Die Maschine zog einen Extrazug von Triengen nach Hochdorf und führte Pendelfahrten im Seetal durch.

An den öffentlichen Dampffahrten vom 28. September wurde der Fahrplan erstmals im Zweizug-Betrieb abgewickelt.
Ein nicht alltäglicher Anblick bot sich während der Zuckerrüben-Kampagne 2008 in Triengen. Als besonderes «Schmankerl» für Fotografen wurden am 21. November während des Morgens bei garstigem Wetter die Rangierarbeiten mit der Dampflok E 3/3 8522 durchgeführt.
2009
Auf grosses Interesse stiess die Einladung der ST an einen Kunden- und Behördenlass am 23. April 2009. Infomiert wurde über das Ergebnis der Vorstudie zur Wiedereinführung des Personenverkehrs im Surental als Teil der S-Bahn Luzern und über die Zukunftsabsichten von SBB Cargo für die Bedienung der Güterkunden entlang der ST-Strecke.
Das 150-Jahr-Jubiläum des Anschlusses Luzerns ans Bahnnetz wurde am 23. Mai 2009 mit einem Bahnhof- und Depotfest gefeiert, zu welchem auch das ST-«Tigerli» E 3/3 5 eingeladen war. Vor dem Lokdepot kam es dabei auch zu einer seltenen Begegnung mit der ältesten originalen und betriebsfähigen Dampflok der Schweiz, der Ec 2/5 28 «Genf» der Schweizerischen Centralbahn aus dem Jahr 1858. Die normalerweise im Verkehrshaus stehende Maschine machte auf dem Weg zum Dampfloktreffen in Arth-Goldau mit den «Spanisch-Brötli-Bahn»-Wagen am Haken in Luzern Halt, um Wasser zu fassen.
Prominenter Gast an der ST-Generalversammlung vom 1. Juli 2009 war SBB-CEO und ST-Aktionär Andreas Meyer. Im Anschluss an die geschäftlichen Traktanden entführte er die Anwesenden in einem launigen Referat auf einen Tour d'horizon durch aktuelle Themen, welche die grosse Schwester der ST beschäftigen.
Damit die Lok E 3/3 5 der strengen Prüfung des Kesselinspektors auch künftig standhält, wurden im Sommer 2009 die rund 120 Siederohre, welche die Feuerbüchse und die Rauchkammer miteinander verbinden, ersetzt. Die Arbeiten wurden vom Spezialisten Damian Soder in Zusammenarbeit mit Aktivmitgliedern des Dampfbahnvereins Surental ausgeführt. Mit den neuen Rohren ist die über 100-jährige Lok wieder fit für weitere Einsätze.