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| Erbauer | SLM |
| Baujahr | 1907 |
| Leistung | 300 PS |
| Gewicht | 34,5 Tonnen |
| Höchstgeschwindigkeit | 45 km/h |
| Bei der ST sei | 1963 |
3/3-gekuppelte Rangier-Tenderlokomotive
Betriebsnummern 8521 und 8522 (2 Stück), Nassdampf-Zwillingsmaschine
Gebaut in der Lokomotivfabrik in Winterthur 1913
Ausgerüstet mit Einrichtung für elektrische Dampferzeugung, Werkstätte Yverdon, 1942/43. Elektrischer Teil von Brown, Boveri & Cie., Baden
Als Notmassnahme wegen Knappheit an Kohle und an Materialien für den Bau neuer Lokomotiven wurden im Jahre 1942/43 versuchsweise die E 3/3 8521 und 8522 mit elektrischer Dampferzeugungsanlage ausgerüstet. Diese bestand aus zwei Elektroverdampfern, die über zwei Transformatoren mit Strom aus dem Fahrdraht gespiesen wurden. Ausser den Stromzuführungsapparaten über und vor dem Führerhaus fanden alle Teile der Einrichtung auf den Laufblechen seitlich des Kessels Platz.
Das Wasser wurde aus dem tiefsten Punkt des Kessels entnommen, durch Umwälzpumpe durch die beiden Verdampfer getrieben und als Dampf mittels Rückleistungen in den Dampfraum des Kessels zurückgeführt. Da der Heizstrom direkt durch die Heizrohre der Verdampfer geleitet wurde, durfte die Spannung nur etwa 20 V betragen; die Stromstärke erreichte deshalb bei einer Leistung von 480 kW für jeden Verdampfer eine Höhe von 12'000 A. Die durch jede Einheit zirkulierende Wassermenge betrug 5 l/sek, aus der je 300 kg Dampf von 12 Atmosphären Druck stündlich erzeugt wurden. Die Regulierung der Dampferzeugung erfolgte lediglich durch Speisung des Kessels mittels der Injektoren, sonst musste der Strom für kurze Zeit unterbrochen werden. Um auch Gleise ohne Fahrleitung während mehr als 20 Minuten bedienen zu können, wurde ein kleines Kohlenfeuer im Kessel unterhalten.
Zur Speisung der Umwälzpumpe, des Steuerstromkreises und der Beleuchtung mit Gleichstrom diente eine normale Wagenbatterie von 36 V und 100 Ah. Diese wurde durch einen Gleichrichter aus einem der Transformatoren geladen. Die ganze Einrichtung wog 7 t; das Dienstgewicht der Lokomotive stieg dadurch auf 42 t, was eine Verstärkung der Tragfedern notwendig machte.
Die Ersparnisse an Kohle beliefen sich auf 700–1200 kg pro Tag, im Mittel also fast 300 t pro Jahr im Kriegswert von Fr. 36'000.–. Das elektrische Anheizen der kalten Lokomotive erforderte nur ca. 1 Stunde.
Anregung, Entwurf und Ausführung der Einrichtung erfolgte durch die AG. Brown, Boveri & Cie. in Baden. Umbaukosten pro Lokomotive ca. Fr. 100'000.–. Eingesetzt waren die beiden Lokomotiven in Zollikofen (8521) und Brig (8522).
8522 kam 1964 zur ST wo sie bis 1972 in Betrieb stand. Danach nahm sich der Verein Dampfbahn Bern (DBB) in verdankenswerter Weise der Maschine an und revidierte sie von Grund auf. Die Revisionskosten verdiente sich die Dampflokomotive mit dem Einsatz bei diesem Verein ab. 1987 kehrte die Lokomotive wieder ins Surental zurück und führt seither mit E 3/3 5 die Extrazüge.
2008 bekam die Maschine bei einem Kesselwechsel den Kessel der E 3/3 8483 (SLM 1879, ex. von Moos Nr. 7)